Öko-Strom – wozu eigentlich und was ist das überhaupt?
Ohne Strom geht heutzutage nichts mehr. Was alles von der Stromversorgung abhängt, merken wir aber meist erst dann, wenn Stromausfall ist, was zum Glück bei uns nur noch selten vorkommt. Ohne Strom kein Licht, kein Fernsehen, kein Radio, kein Computer, kein Internet und, wenn der Akku leer ist, auch kein Handy mehr. Jeder braucht also Strom und hat damit die Qual der Wahl. Denn die Zeit, als die Stadtwerke noch über das Monopol auf dem Strommarkt verfügten, ist vorbei. Inzwischen gibt es viele unterschiedliche Stromanbieter, die wiederum verschiedene Schwerpunkte bei ihren Angeboten setzen und unterschiedliche Tarife anbieten.
Was ist eigentlich Strom? Strom ist elektrische Energie, die aus anderen Energiearten gewonnen wird. Die Energiequellen zur Stromerzeugung sind z. B. Kohle, Kernenergie, Erdgas und Erdöl. Neben diesen klassischen Energiequellen gibt es auch die erneuerbaren bzw. regenerativen Energien. Dazu zählen die Wind- und Wasserkraft, die Solarenergie, Erdwärme, Biomasse und auch die Kraft der Gezeiten. Werden diese Energiequellen zur Stromgewinnung genutzt, so spricht man von Öko-Strom. Am weitesten verbreitet bei der Gewinnung von Öko-Strom ist die Nutzung der Wasser- und Windkraft, die in Wasser- und Windkraftwerken in elektrische Energie, also Strom, umgewandelt wird.
Es gibt Stromanbieter, die sich auf Öko-Strom spezialisiert haben. Sie verpflichten sich, genau die Menge an Strom aus erneuerbaren Energien in das Stromnetz einzuspeisen, die ihre Kunden verbrauchen. Tatsächlich ist der Strom, der bei den Verbrauchern ankommt, kein reiner grüner Strom, wie Strom aus regenerativen Energiequellen auch genannt wird, sondern er kommt vom nächstgelegenen Kraftwerk (in Deutschland größtenteils Kohlekraftwerke). Man spricht auch vom sogenannten Stromsee, den alle Kraftwerke speisen. Je mehr Kunden sich für Strom aus erneuerbaren Energiequellen entscheiden, umso größer wird der Anteil dieser Stromart im Stromsee. Der Strom, der zu Hause aus der Steckdose kommt, ist also immer ein Mischstrom aus verschiedenen Energiearten (Kohle und andere fossile Brennstoffe, Kernenergie, erneuerbare Energien).
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