Mit PV Anlagen erzeugt man Strom aus Sonnenenergie
Der Begriff der sogenannten PV Anlagen beschreibt Photovoltaik Anlagen, die der Gewinnung von Strom aus erneuerbare Energien, also Sonnenlicht, dienen. Davon zu unterscheiden ist die Solarthermie, mit deren Hilfe Wärme aus Sonnenlicht gewonnen wird. Die Photovoltaik erfreut sich dank des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes großer Beliebtheit in Deutschland und erfährt aktuell einen regelrechten Boom. Grund dafür ist eine staatlich garantierte Vergütung für den per Photovoltaik erzeugten Strom über eine feste Laufzeit von 20 Jahren. Wird dieser in das gewöhnliche Stromnetz eingespeist, so erhält der Produzent einen festen Satz pro erzeugter Kilowattstunde Strom, der deutlich über dem Marktpreis liegt! Auch für selbst genutzten Strom wird eine zusätzliche Vergütung gewährt, um Selbstnutzer nicht zu benachteiligen.
Im Rahmen der Photovoltaik muss man bei den PV Anlagen grundsätzlich zwei Typen unterscheiden: Zum einen die sogenannten Monokristallin-Module und zum anderem die sogenannten Dünnschichtmodule. Monokristallin-Module haben einen höheren Wirkungsgrad pro Quadratmeter Solarfläche – das heißt, sie erzeugen mehr Strom aus dem zur Verfügung stehenden Sonnenlicht, als es bei Dünnschichtmodulen möglich ist. Im Gegensatz zu Monokristallin-Modulen sind die Dünnschichtmodule aber deutlich preiswerter und damit insgesamt kostengünstiger zu verbauen.
Soll der Gesamtwirkungsgrad der Anlage berechnet werden, sind aber nicht nur die Module entscheidend – eine mindestens ebenso große Rolle spielen die Verkabelung und vor allem die Wechselrichter. Diese sind notwendig, um den Gleichstrom, den die Photovoltaik Anlage erzeugt, in Wechselstrom umzuwandeln, der dann in das gewöhnliche Stromnetz eingespeist werden kann.
Insgesamt wird die höchste Stromausbeute bei einer Südlage mit 45 Grad Dachneigung, möglichst ohne Verschattung, erreicht. Da die Module innerhalb der Photovoltaik Anlage in Reihe geschaltet werden, ist außerdem darauf zu achten, dass keine Teilverschattungen auftreten. Diese können, selbst bei optimaler Südausrichtung, den gesamten Wirkungsgrad der Anlage überproportional stark verringern!
Grundsätzlich wird innerhalb der Photovoltaikindustrie mit einer Lebensdauer der Anlage von mindestens 20 Jahren gerechnet. Im Laufe der Zeit verlieren die Module leider an Wirkungsgrad. Dennoch werden von den Herstellern standardmäßig 80 Prozent der Leistung der Photovoltaikmodule selbst nach Ablauf der Nutzungsdauer von 20 Jahren garantiert.